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Kein Haarausfall mit Dignicap

DigniCap – die innovative Methode zur Reduktion von Haarausfall während der Chemotherapie

Viele Patienten berichten, dass die Angst vor dem Haarverlust eines der belastendsten Themen rund um ihre Therapie ist. Haare stehen für Identität, Weiblichkeit, Normalität und ein Stück Alltag, das man nicht verlieren möchte. Für viele fühlt es sich so an, als würde die Krankheit durch den Haarverlust nach außen sichtbar. Moderne Verfahren wie DigniCap helfen dabei, diesen sichtbaren Einschnitt zu verhindern und damit ein Stück Normalität zu bewahren.

Immer noch der häufigste Grund, den Patienten angeben, keine dringend notwendige Chemotherapie bei Ihrer Krebserkrankung durchführen zu lassen, sind die Nebenwirkungen.
Dabei werden einige Nebenwirkungen als so negativ empfunden, dass manche Patienten ganz oder teilweise auf diese so notwendige und lebensverlängernde Maßnahme verzichten.

An erster Stelle der Nebenwirkungen bei der Patientenbefragung steht dabei der Haarausfall. Dieser ist in der Gesellschaft besonders stigmatisiert: Eine Frau mit Glatze und damit ohne Haare oder auch eines eng anliegenden Kopftuches wird sofort als „Krebspatientin“ identifiziert. Dies führt zu Veränderungen ihrer Mitmenschen von Ablehnung, Wegschauen bis zu Mitleid. Auf keinen Fall ist aber ein „ganz normaler alltäglicher Umgang“ mehr möglich. Man wird überall als „Krebspatient“ erkannt.
Die meisten Patienten wählen bei chemotherapie-induziertem Haarausfall zunächst den „Kalschlag“, die Glatze, und dann im weiteren Kranheitsverlauf den Weg zur Perücke, um möglichst nicht aufzufallen. Für viele Patienten ist aber beides extrem psychisch belastend. Diese Belastung lässt sich heute durch moderne Methoden wie DigniCap deutlich reduzieren. Denn Ziel dieser Methode ist es nicht nur, Haare zu erhalten, sondern auch Lebensqualität, Selbstbewusstsein und das Gefühl von Kontrolle im Therapieprozess zu stärken.

DigniCap in der Münchner Onkologie

Wie funktioniert die DigniCap?

Mit einer Kopfhaut-Kühlung wie das  "DigniCap" System gehört der Haarausfall unter Chemotherapie der Vergangenheit an! Wir bieten dieses System nun nach den Erfolgen in den USA auch in Deutschland und damit in München an. Bei dieser Methode wird dem Patienten ein dünner Helm/Kappe aufgesetzt und während der Chemotherapie die Kopfhaut so gekühlt, dass die Blutgefäße der Haarwurzel sich verengen und damit das Chemotherapeutikum hier weniger wirkt als auf die übrigen Zellen im menschlichen Körper, sog. „scalp cooling“ (Kopfhautkühlung). CNN und das ZDF berichteten bereits darüber.

Durch die Kälte sinkt die Stoffwechselaktivität der Haarfollikel, sodass weniger Chemotherapeutika in die Haarwurzel gelangen. Dieser Mechanismus schützt die Follikel und reduziert die typische Schädigung, die sonst zum Ausfallen der Haare führt.

Dies führt zu einer signifikanten Verringerung des Haaarausfalls. In den ersten Studien konnte bei fast alen Patienten der Haarausfall und damit die „Perücke“ vermieden werden.
Damit entfällt für die Patienten das Stigma in der Öffentlichkeit als Krebspatient erkannt zu werden.

Foto der Dignicap zur Verringerung des Haarausfalls

Für wen eignet sich DigniCap?

Die DigniCap wird vor allem eingesetzt bei:

  • Brustkrebs
  • Gynäkologischen Tumoren wie Eierstockkrebs oder Gebärmutter krebs
  • Prostatakarzinomen
  • Darmkrebs
  • Lungenkrebs
  • Verschiedenen soliden Tumoren, bei denen eine Chemotherapie mit bekanntem Haarausfall-Risiko durchgeführt wird

Nicht geeignet ist DigniCap bei einigen hämatologischen Erkrankungen wie bestimmten Leukämien oder Lymphomen, da hier aus Sicherheitsgründen auf die Kopfhautkühlung verzichtet wird. Dies besprechen wir aber individuell und verantwortungsvoll mit Ihnen in einem persönlichen Gespräch.

Wie läuft die Behandlung mit DigniCap ab? Schritt für Schritt

  1. Vorbereitung in der Praxis: Die Kopfhaut wird leicht angefeuchtet, die Passform der Kappe überprüft und optimal angepasst.
  2. Aufsetzen der DigniCap-Kühlkappe: Die Kappe besteht aus zwei Schichten, die für gleichmäßige Kühlung sorgen.
  3. Kühlphase vor Beginn der Chemotherapie: Diese dauert meist 20–30 Minuten und sorgt dafür, dass die Blutgefäße bereits verengt sind.
  4. Kühlung während der Infusion: Die Temperatur bleibt konstant niedrig, der Komfort für den Patienten wird fortlaufend überwacht.
  5. Nachkühlphase: Diese dauert je nach Chemotherapie weitere 60–90 Minuten.

DigniCap in der Münchner Onkologie

Dieses moderne Gerät ist nun ganz neu auch in München verfügbar. Frau Dr. Grenacher-Horn freut sich Ihren Patienten diese neue Technik ab sofort in Ihrer Praxis anbieten zu können. Diese Technik ist dabei unabhängig von der Chemotherapie immer anwendbar und frei von unangenehmen Nebenwirkungen.

Unser Team begleitet Sie einfühlsam durch jede Sitzung. Wir erklären Ihnen den Ablauf, kümmern uns um Ihr Wohlbefinden und sorgen dafür, dass Sie die Behandlung so angenehm wie möglich erleben. Fragen Sie einfach am Empfang oder bei Ihrem Arztgespräch nach DigniCap!

Informieren Sie sich auch wie in der Münchner Onkologie andere klassische Nebenwirkungen wie Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust, Schmerzen und Übelkeit oder Antriebslosigkeit fast völlig vermeidbar sind.

Häufig gestellte Fragen

Tut die Kälte der DigniCap weh?

Die ersten 10 - 15 Minuten können als sehr kalt empfunden werden, danach lässt das Gefühl in der Regel deutlich nach.

Wie hoch ist die Erfolgsrate der DigniCap?

Die Ergebnisse hängen vom eingesetzten Chemotherapeutikum ab. In vielen Fällen ist eine deutliche Reduktion oder sogar Vermeidung des Haarverlusts möglich.

Gibt es Nebenwirkungen, wenn ich die DigniCap trage?

Die Methode ist gut verträglich. Gelegentlich treten leichte Kopfschmerzen oder ein Kältegefühl auf.

Werden die Kosten für eine DigniCap übernommen?

Die Kostenübernahme kann variieren. Wir beraten Sie gerne, welche Möglichkeiten bestehen.

Kann die DigniCap bei allen Tumorarten angewendet werden?

Ja bei den meisten soliden Tumoren ist die Anwendung möglich. Wir prüfen dies individuell und beraten sie gerne.